Ich warte auf die Welt, in der es Erlösung für alle gibt. In der kein Mensch mehr hungern muss, in der die Waffen aus der Hand gelegt werden, in der ich das Leid meines Nächsten stets lindern kann. Es wäre eine Welt ohne Klimawandel, Hass und Neid; eine Welt der bedingungslosen Liebe. Das ist leider eine Welt, die so niemals existieren wird. Deshalb hat uns Gott die Hoffnung gegeben, und mit Jesus ist diese Hoffnung Mensch geworden. Ich glaube nicht, dass uns diese desillusionieren soll. Hoffnung schenkt uns vielmehr Mut, wo wir diesen verloren geglaubt hatten. Sie richtet uns auf und erlaubt uns, auch an das zu glauben, was unerreichbar scheint. Hoffnung gibt uns die Kraft, weiterzugehen. Ich glaube: Wir dürfen unerschrocken hoffen. Und irgendwie gefällt mir das Wort hoffen besser als das Wort warten; denn wenn wir hoffen, verfallen wir nicht zwangsweise in eine passive Haltung, wie es beim Warten oft der Fall ist.

Was hoffe ich? Ich hoffe, dass ich das Weihnachtsfest mit meiner Familie in Schleswig-Holstein verbringen kann und dass Gott seine schützende Hand über all diejenigen hält, die seine Zuwendung gerade brauchen. Das können Menschen sein, die die derzeitige Krise hart trifft, aber auch solche, dessen Lebensumstände schon zuvor schlecht waren. Herr, ich bitte dich: Schenk du auch ihnen Hoffnung.