Willkommen im Alltag. Nach unseren Glaubenskurs beschäftigen wir uns in unserem Gottesdienst noch mal mit dem Thema: Glaube im Alltag. Und dazu befasst sich Tom in seiner Predigt mit einem ziemlich sperrigen und spannungsgeladenen Text. Die Sache mit der Schlange und der Frucht.

1. Mose 3,1–19:
1 Die Schlange war das klügste
von allen wilden Tieren,
die Gott, der HERR, gemacht hatte.
Sie sagte zu der Frau:
»Hat Gott wirklich gesagt,
dass ihr von keinem der Bäume im Garten essen dürft?«
2 Die Frau erwiderte der Schlange:
»Im Gegenteil, wir dürfen davon essen.
3 Nur die Früchte von dem Baum,
der in der Mitte des Gartens steht,
hat Gott uns verboten.
Er hat gesagt:
›Esst nicht davon, berührt sie nicht einmal,
sonst müsst ihr sterben!‹«
4 Die Schlange erwiderte der Frau:
»Ihr werdet ganz bestimmt nicht sterben.
5 Gott weiß nämlich:
Sobald ihr davon esst, gehen euch die Augen auf.
Ihr werdet wie Gott sein
und das Gute und Böse erkennen.«
6 Da sah die Frau, dass dieser Baum köstlich war –
eine Augenweide und verlockend,
weil er Klugheit versprach.
Sie nahm eine Frucht, biss hinein,
gab ihrem Mann davon, und auch er aß.
7 Da gingen ihnen die Augen auf,
und sie erkannten, dass sie nackt waren.
Sie banden Feigenblätter zusammen
und machten sich Lendenschurze.
8 Als der Abendwind blies,
ging Gott, der HERR, im Garten umher.
Der Mann und seine Frau hörten ihn kommen.
Sie versteckten sich vor Gott, dem HERRN,
zwischen den Bäumen im Garten.
9 Gott, der HERR, rief:
»Adam, wo bist du?«
10 Der antwortete:
»Ich habe dich im Garten gehört und bin erschrocken.
Ich habe mich versteckt, weil ich nackt bin.«
11 Gott, der HERR, fragte:
»Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist?
Hast du von dem verbotenen Baum gegessen?«
12 Adam antwortete:
»Die Frau, die du mir zur Seite gestellt hast,
hat mir davon gegeben, und ich habe gegessen.«
13 Gott, der HERR, fragte die Frau:
»Warum hast du das getan?«
Die Frau erwiderte:
»Die Schlange hat mich dazu verführt,
und ich habe gegessen.«
14 Da sagte Gott, der HERR, zur Schlange:
»Du sollst verflucht sein, weil du das getan hast –
du allein von allen zahmen und wilden Tieren!
Auf dem Bauch wirst du kriechen
und Staub fressen dein Leben lang.
15 Ich stifte Feindschaft zwischen dir und der Frau,
zwischen ihrem und deinem Nachwuchs!
Er wird dir den Kopf zertreten,
und du wirst ihn in die Ferse beißen.«
16 Zur Frau sagte er:
»Jedes Mal, wenn du schwanger bist,
wirst du große Mühen haben.
Unter Schmerzen wirst du Kinder zur Welt bringen.
Es wird dich zu deinem Mann hinziehen,
aber er wird über dich bestimmen.«
17 Und zum Mann sagte er:
»Du hast auf deine Frau gehört
und von dem Baum gegessen.
Ich hatte dir aber verboten, davon zu essen.
Daher soll der Ackerboden deinetwegen verflucht sein!
Nur mit großer Mühe kannst du dich von ihm ernähren.
Und das wird dein ganzes Leben lang so sein.
18 Dornen und Disteln wird er hervorbringen.
Du aber musst von Feldfrüchten leben.
19 Im Schweiße deines Angesichts wirst du Brot essen,
bis du zum Ackerboden zurückkehrst.
Denn aus ihm bist du gemacht.
Staub bist du und zum Staub kehrst du zurück.«